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"Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen und nannte ihn »Eben-Eser« und sprach: Bis hierher hat uns der HERR geholfen."

1. Samuel 7:12

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Mit dem Finger am Puls

SEPTEMBER 2019

Kleine Wunder im dritten Stockwerk

Ärztin des Ebenezer Heims

Dr. Faith Goldberg,

Beim Tippen dieser Überschrift frage ich mich, ob es so etwas wie kleine Wunder überhaupt gibt? Sind nicht alle Eingriffe Gottes in unser Leben etwas Besonderes? Möglicherweise übersehen wir manchmal, in der Hektik unseres täglichen Lebens, seine Fingerabdrücke? Persönlich weiß ich, dass mir das passiert. 

Heather und Betti

Auf jeden Fall sehe ich Gottes Fingerabdrücke im Handarbeitsraum im dritten Stock. Allein die ‎Geräumigkeit dieses Zimmers ist ein Segen, ausserdem ist er gut mit Material für Handarbeiten ‎ausgerüstet - die Vielzahl davon gespendet. Heather und ihr Team von treuen Volontären treffen sich dort ‎mit interessierten Bewohnern, und bieten ihnen eine Vielfalt von Aktivitäten an: z.B. Sticken, Stricken, ‎Teppiche weben und Korbflechten. Sich mit diesen kreativen Arbeiten zu beschäftigen, hilft den ‎Bewohnern, die motorischen Fähigkeiten ihrer Hände beizubehalten und die Leistungsfähigkeit des ‎Gehirns zu bewahren.‎

Mittwochs leitet mein Mann, Jonathan, dort eine Kunstgruppe. Als ich an einem Mittwochmorgen, eine der Bewohnerinnen untersuchte, meinte diese: "Ich kann es kaum erwarten hoch in den dritten Stock zu gehen. Im ersten Stock fühle ich mich alt und krank, aber sobald ich anfange zu Malen vergesse ich, dass ich alt bin".

 

Die meisten der Bewohner fingen erst später im Leben mit dem Malen an, manche erst als Achtzig- oder Neunzigjährige! Sie produzieren wundervolle Ölgemälde, welche sie einrahmen und in ihr Zimmer hängen oder verschenken können.

Antoinette hat ein Andachtsbuch mit Fotos von ihren Zeichnungen im Anhang geschrieben. Ein anderer unserer Bewohner, Juan, der seinen Lebensunterhalt mit Kunst und Orgelspiel verdiente, hat eine Serie von Karten und Bildern hergestellt, die von Besuchern gekauft werden können (über die englische Webseite des Ebenezer Heims sind sie ebenfalls zu erwerben). Aus dem Erlös wird neues Material für den Handarbeitsraum gekauft.

 

Ohne auf die Einzelheiten über den Gesundheitszustand der Bewohner einzugehen, bin ich als Ärztin davon beeindruckt, wie einige von ihnen, beträchtliche körperliche Einschränkungen überwunden haben, und ihre kreative Gabe geniessen. Die in diesem Zimmer herrschende Atmosphäre, wird oft von Besuchern angesprochen; im Hintergrund hört man Lobpreislieder, dazu das freundliche Lächeln von Heather und den Volontären, der Kaffeewagen in der Ecke, Behänge mit Bibelversen an den Wänden. "Kreativität ist so wichtig für unser Gemüt und unsere Selbsteinschätzung. Das Gefühl von Zufriedenheit und das Lob von anderen, wenn wir etwas Selbstgeschaffenes hochhalten, tragen auch dazu bei", sagt Heather.

Jonathan (Leiter der Kunstklasse) und Anja

Johnny Khoury,

Manager des Ebenezer Heims

Brot und Fisch - Andacht

Neulich während einer unserer Morgenandachten, habe ich den Bewohnern weitergegeben, dass ich mit den Jahren angefangen habe, Antiquitäten zu schätzen. Je älter wir werden, desto mehr beginnen wir, "die alten Sachen" als wertvollzu erachten, und dabei geht es nicht nur um eine Art von nostalgischen Gefühlen.

Der wahre Wert von Antiquitäten entsteht durch die Zeit, die der Künstler oder Handwerker in sie investiert hat. Dies erkennt man an der Form, Einzigartigkeit und den Details des Werks (im Gegensatz zur Massenproduktion).

Eine der Herausforderungen, mit denen Menschen, die älter werden, sich auseinandersetzen müssen, ist ein geringes Selbstwertgefühl. Ich habe sie schon öfter sagen hören, sie fühlen sich wie eine Art Antiquität, und nur wenige Menschen kennen ihren wirklichen Wert. Jede "Antiquität" hat ihre eigene Geschichte, die Beziehung zwischen dem Künstler und seinem Kunstwerk. Erst wenn man den Geschichten der Menschen zuhört, und aufmerksam auf die Details in ihrem Leben wird, merkt man, dass dieses wunderbare Kunstwerk Gottes, dessen Entwicklung einmal im Mutterleib begann (Psalm 139; 13 – 16), auch heute im fortgeschrittenen Alter, die seinem Baumeister und Schöpfer (Gott) zustehende Ehre erweist. Auch Paulus wusste, wenn ein bejahrter Mensch auf seinen alternden Körper sieht, kann ihn das zur Verzweiflung bringen. Aber Paulus wusste auch, dass wenn wir als Werke seiner Schöpfung mit unserem Schöpfer verbunden sind, wir durch diese Verbindung, täglich neu Sinn und Bedeutung erhalten: "Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert." (2. Kor. 4:16) Wir sind Gott dankbar, für die Hoffnung auf einen ewigen unverweslichen Bau (Leib) im Himmel (2. Kor. 5:1). Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass ein jeder von uns ein Meisterwerk von Gott erschaffen ist, auch wenn wir Schwierigkeiten haben diese Wahrheit anzunehmen. Paulus erinnert uns, dass vor uns eine wunderbare Zukunft bereitliegt, wir aber in diesem gegenwärtigen Leben, solange wir noch atmen, eine Rolle als Schöpfung Gottes zu erfüllen haben: "Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen." (Eph. 2:10)

Neues aus unserem Heim

Christie Livingstone, Sekretärin des Ebenezer Heims

Gerne komme ich in den Handarbeitsraum und mag alles dabei – die friedvolle Atmosphäre, die ‎Menschen zu beobachten, immer etwas Neues zu sehen.‎ Dieses Zimmer ist so wichtig für unser Heim, und wurde schon manchesmal in Artikeln auf unserer ‎Webseite erwähnt. Man könnte natürlich noch öfter und mehr darüber erzählen, aber besser ist, ihr kommt ‎und seht es selbst!‎ Manche der Bewohner sind "Dauerbesucher". Da gibt es Tsnua, sie stickt wunderschöne Bibelverse mit ‎Blumen umrahmt, Vögeln und anderen lieblichen Dingen auf Spruchbänder, Servietten und Handtücher. ‎Svetlana stickt Kreuzstich-Landschaften, Rachel webt Teppiche, Antoinette häkelt und Maggie flechtet ‎Körbe. Es gibt auch andere Bewohner die dazukommen.‎ Die größte Aufregung herrscht mittwochs, wenn es Zeit für die Malerei ist. Auch Freunde des Heims und ‎Volontäre die gerade frei haben, machen mit. Es gibt jede Menge freudige Interaktion, wenn alle zusehen ‎wie Farben und Linien zu den Formen und Objekten werden, die sie im Sinn hatten. Der Charakter der ‎Bewohner ist oft in der Wahl ihrer Farben zu erkennen – lebhaft, hell, kühl, pastellfarben, und auch in der ‎Wahl ihrer Motive.

Naomi

Naomi, die gerne Szenen aus der Bibel malt, hat ein Album mit Drucken von ihren ‎Zeichnungen gemacht, das sie all ihren Besuchern zeigt. Ihre Kinder, die ihre Kunst lieben, nehmen die ‎Originale bei Besuchen mit. Juan – stehend an seinem kleinen Tisch - setzt sichere ‎Striche auf ein großes Stück Papier. Schon bald werden diese zu biblischen Charaktern oder Wörtern, ‎viele umgeben von Engeln mit Trompeten. Jemand auf unserer Webseite kommentierte über Juan: "Ich ‎war so gesegnet, als ich mir die Zeit nahm, und jedes deiner absolut  WUNDERVOLLEN Bilder, die du ‎gezeichnet hast, studiert habe. Es gibt in ihnen so viel wahrzunehmen – Dinge "in" den Dingen,…es gibt ‎da so viel Stimmung, in den Gesichtern der  Menschen, die du zeichnest…"‎

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Bitte nehmt euch die Zeit, und seht euch einige der wundervollen ‎Kunstwerke der Bewohner und die Bildergalerie von Juan Onasiss auf unserer englischen Webseite an.‎

 
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